Pfarrei St. Urban Ottmarsbocholt
Wenn jemand krank oder alt ist, wünscht er oder seine Angehörigen oft, daß der Pastor ihn besucht. Bitte melden Sie sich in diesem Fall! Der Pfarrer besucht gerne die Kranken. Dabei wird ein zwangloses Gespräch geführt. Ob der Kranke die Kommunion oder die Krankensalbung wünscht, kann bei einem solchen Besuch geklärt werden. Am Ende des Besuches steht der Krankensegen.
Unsere Pfarrangehörigen in den umliegenden Krankenhäusern (Hiltrup, Lüdinhausen, Clemenshospital Münster) werden vom Krankenhausbesuchsdienst besucht.
Den Kranken und Alten, die nicht mehr zur Kirche kommen könne, bringt der Pastor auf Wunsch einmal im Monat (in der Regel am Herz-Jesu-Freitag, dem ersten Freitag im Monat) die hl. Kommunion.
Bitte melden Sie sich, falls Sie den Wunsch haben oder meinen, daß ein Verwandter oder Bekannter sich freuen würde, wenn der Pfarrer ihm das Angebot macht.
Gelegentlich wird bei diesen Besuchen die Frage gestellt, ob das etwas koste. Daher der eigentlich selbstverständliche Hinweis: Unser seelsorglicher Dienst ist natürlich kostenlos.
Zur Krankenkommunion ist es gut, einen Platz für das Allerheiligste vorzubereiten und so die Wohnung und sich selbst auf den Empfang des Herrn zu bereiten. Eine weiße Serviette/kleines Tischtuch, ein (Stand-) Kreuz mit zwei Kerzen sind dazu gut geeignet (aber nicht unbedingt nötig).
Wenn eine Krankheit das Leben bedroht oder ein Christ so alt geworden ist, daß der Tod in greifbare Nähe rückt, ist es sinnvoll und hilfreich, ihm, wenn er noch beichten kann, das Sakrament der Versöhnung, das Sakrament der Krankensalbung und die Kommunion zu spenden. Früher wurde es im Volksmund "Letzte Ölung" genannt. Daher habe heute immer noch viele eine Scheu davor, um die Krankensalbung (etwa auch für einen pflegebedürftigen Angehörigen) zu bitten, weil man meint, damit sei der Gang in den Tod unumkehrbar angetreten. Dem ist aber nicht so. In der Krankensalbung stärkt der Herr den Menschen für den Weg, der vor ihm liegt. Sie ist immer Hilfe zum Leben – sei es, für ein Weiterleben auf der Erde, sei es für ein gutes Sterben und so den Gang in die ewige Vollendung.
Bei Sterbenden ist es gut, mit der Krankensalbung nicht solange zu warten, bis der Patient das Bewußtsein verloren hat. Wer das Sakrament bewußt empfängt, wird seine Wirkung (Versöhnung, Frieden, Glaubenszuversicht) besser wahrnehmen und so leichter sterben.
Steht das Sterben unmittelbar bevor, ist es angemessen, dem Christen, wenn er noch beichten kann, das Sakrament der Versöhnung und die Krankensalbung und (wenn er sie noch empfangen kann) die Kommunion zu spenden, d.h. ihn mit den Sterbesakramenten zu versehen. Bitte informieren Sie rechtzeitig den Pastor (oder den Krankenhausseelsorger).